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1. Patient mit Herzschrittmacher im MRT untersucht

Die Zusammenarbeit der MainRadiologie mit den Fachabteilungen der Klinik Kitzinger Land trägt weitere Früchte: Am 12.9.2013 wurde der erste Patient mit einem MR-tauglichen Herzschrittmacher (HSM) erfolgreich an unserem 1,5 Tesla MRT untersucht.

Die Zusammenarbeit der MainRadiologie mit den Fachabteilungen der Klinik Kitzinger Land trägt weitere Früchte: Am 12.9.2013 wurde der erste Patient mit einem MR-tauglichen Herzschrittmacher (HSM) erfolgreich an unserem 1,5 Tesla MRT untersucht: Zur Abklärung von neu aufgetretenen Doppelbildern nach einem Fahrradsturz im Juli des Jahres hatten die behandelnden Ärzte eine Bildgebung des Kopfes angefordert.

Bisher ist ein implantierter Herzschrittmacher die wichtigste Kontraindikation für eine MRT-Untersuchung. Dabei bergen insgesamt drei Faktoren potentielle Risiken für die Patienten: Das sehr starke statische Magnetfeld (mögliche mechanische Effekte), die Einstrahlung von Hochfrequenzimpulsen (Erwärmungseffekte) und die wechselnden Gradienten-Magnetfelder (Induktionseffekte) während der Untersuchung. Daneben könnte es im Einzelfall durch elektromagnetische Interferenz zu einer direkten Beeinflussung der Schrittmacherfunktion kommen.

Die Herstellerfirmen haben deshalb seit einigen Jahren MR-taugliche Schrittmachersysteme entwickelt. Im aktuellen Fall war das System Ensura MRI von Medtronic implantiert. Wichtig ist dabei die koordinierte Zusammenarbeit von Kardiologen und Radiologen, die die Untersuchung mit eigenen Checklisten begleiten und überwachen, ähnlich den Piloten vor einem Flugzeugstart.

Bei unserem Patienten wurde der HSM durch den Chefarzt der kardiologischen Abteilung, Dr. W. Karmann, zunächst in einen speziellen Untersuchungsmodus umprogrammiert. Während die durchführende MTRA das Untersuchungsprotokoll speziell auf die Besonderheiten eines Herzschrittmacherträgers anpasste, wurde der Patient die gesamte Zeit vom Kardiologen überwacht. Anschließend erfolge dann die erneute Umprogrammierung und letztmalige Funktionskontrolle des HSM.

Die Anzahl von MRT-Untersuchungen in der Bevölkerung nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Die Ärzte der Klinik Kitzinger Land haben deshalb entschieden, daß bei der Neuanlage von Herzschrittmachern in der Zukunft trotz höherer Kosten bevorzugt Systeme implantiert werden, die MR-tauglich sind, um ihren Patienten die Möglichkeit einer zukünftigen MRT-Diagnostik damit zu erhalten.