Phlebographie

Ablauf & Wissenswertes

Bei der Untersuchung der Beinvenen wird eine Staubinde oberhalb der Knöchel angelegt, die den Blutabfluss aus dem Fuß verhindert und damit zu einer guten Füllung der Fußvenen führt. Anschließend wird eine Vene am Fußrücken mit einer dünnen Kanüle punktiert und mit Pflaster fixiert. Über die liegende Nadel wird dann Kontrastmittel gespritzt und die Füllung der Beinvenen unter Durchleuchtung kontrolliert. Die Staubinde am Knöchel bewirkt einen Kontrastmittelabstrom über tiefer liegende Beinvenen, die hauptsächlich für den Rücktransport des Blutes zum Herzen verantwortlich sind. Ein Verschluss der tiefen Beinvenen ist eine ernsthafte Erkrankung, hingegen ist eine Thrombose der oberflächlichen Venen in der Regel zwar unangenehm und schmerzhaft, jedoch nicht gefährlich. Während der Injektion des Kontrastmittels werden Röntgenaufnahmen von Unterschenkel, Knie, Oberschenkel und Becken mit den kontrastmittelgefüllten Venen unter Durchleuchtung angefertigt. Manchmal ist zur Beurteilbarkeit der Beckenvenen eine zusätzliche Computertomographie notwendig.

 

  • Nach Entfernung der Kanüle drücken Sie die Punktionsstelle für etwa 2 min mit einem Tupfer ab. In der Zwischenzeit werden die Aufnahmen der Untersuchung ausgewertet. Sie erhalten anschließend Bilder und/oder den schriftlichen Bericht (Befund) zur Mitnahme für den weiterbehandelnden Arzt.
  • Im Anschluss an die Untersuchung sollten Sie einige Minuten spazieren gehen oder Treppen steigen, dadurch wird die Unterschenkelmuskulatur aktiviert und eventuell noch an der Venenwand anheftendes Kontrastmittel mit dem Blutstrom abgespült.
  • Durch das Trinken von reichlich Flüssigkeit am Untersuchungstag helfen Sie den Nieren, das Kontrastmittel aus dem Körper zu entfernen.
  • Selten können Komplikationen an der Einstichstelle auftreten, wie z.B. Entzündungen. Die Injektion des Kontrastmittels neben das Gefäß, durch eine verrutschte Punktionsnadel beispielsweise, kann zu einer Schädigung des umgebenden Gewebes führen (Nekrosen).
  • Sehr selten entstehen durch die Untersuchung oberflächliche oder tiefe Venengerinnsel, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Äußerst selten können sich evtl. bereits vorhandene Venengerinnsel (Thrombosen) bei der Kontrastmitteleinspritzung von der Gefäßwand lösen und in die Lungenvenen verschleppt werden (Lungenembolie). Bei Beschwerden nach der Untersuchung treten Sie jederzeit mit uns in Kontakt oder wenden sich an Ihren Hausarzt.

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Welche Risiken hat die Untersuchung?

Kontrastmittelallergie:

Das Kontrastmittel wird bei vielen Röntgenuntersuchungen angewendet und meist gut vertragen, in seltenen Fällen können allergische Reaktionen (Unverträglichkeit) auftreten. Eine Allergie kann im Extremfall auch zum allergischen Schock mit Herz-Kreislauf-Problemen führen.

Nierenschädigung:

Das Kontrastmittel wird sehr rasch über die Nieren wieder ausgeschieden und kann bei vorbestehender Nierenfunktionsstörung zu einer Nierenschädigung führen. Sie sollten daher nach der Untersuchung im Laufe des Tages mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit trinken.

Schilddrüsenüberfunktion:

Bei vorbestehender Überfunktion kann durch das Jod im Kontrastmittel eine Schilddrüsenhormonkrise ausgelöst werden.

Bei stärkeren Beschwerden nach der Untersuchung verständigen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

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Patientenvorbereitung

Spezielle Vorbereitungen sind für die Phlebographie nicht nötig. Da während der Untersuchung ein Kontrastmittel gespritzt wird, sollten Sie aber etwa 2 Stunden vorher nüchtern bleiben. Dieses nicht-ionische Kontrastmittel hat sich in millionenfacher Anwendung als sehr gut verträglich erwiesen. In sehr seltenen Fällen gibt es eine Jod-Unverträglichkeit mit der Möglichkeit allergischer Reaktionen. Auch bei Nierenfunktionsstörungen, einer Schilddrüsenüberfunktion oder der Einnahme spezieller Zuckermedikamente müssen eventuell Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.

Um die Untersuchung so sicher wie möglich durchzuführen, haben wir für Sie einen Fragebogen zusammengestellt, der uns hilft, mögliche Risiken bereits vor Untersuchungsbeginn zu erkennen und darauf reagieren zu können. Sie können diesen Fragebogen (Aufklärungsbogen) gerne ausdrucken und bereits zu Hause in Ruhe ausfüllen. Bringen Sie den Fragebogen dann bitte zur Untersuchung mit.

Metforminhaltige Zuckermedikamente (z.B. Glucophage, Mescorit, Siofor, Metform) müssen 2 Tage vor und 2 Tage nach der Kontrastmittelgabe abgesetzt werden!

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