Prostata-MRT

Allgemein

Für ein Proststakarzinom liegt das mittlere Erkrankungsalter bei 72 Jahren: 90 % der Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung älter als 60 Jahre. Das Prostatakarzinom ist damit der häufigste, bösartige Tumor beim Mann!

Früherkennung ist der Schlüssel für verbesserte Heilungschancen – und die sicherste Methode zum Nachweis von Prostata-Krebs ist nach aktueller Studienlage die multiparametrische (mp)MRT.

Die MRT stellt eine optimale, nichtinvasive Untersuchungsmethode dar, um gutartige von bösartigen oder entzündlichen Gewebeveränderungen zu unterscheiden. Dadurch können verdächtige Gewebestrukturen schneller abgegrenzt werden und ein möglicher Tumor kann im Frühstadium und in einer schwierigen Lokalisation erkannt werden.

Diese Spezial-Untersuchung ist schmerzlos und frei von Röntgenstrahlen. Wir führen sie am modernsten Magnetresonanztomographen seiner Klasse (Siemens Magnetom Avanto FIT) an unseren Standorten in Kitzingen, Ochsenfurt und Karlstadt durch.

Für platzängstliche Patienten besteht ggf. die Möglichkeit einer Sedierung.  

Prostata-MRT

Das Verfahren

In nur ca. 30 – 40 % der Fälle findet sich bei einem auffälligen Tastbefund auch ein Prostatakarzinom in der Biopsie. Leider sind dann die Karzinome häufig schon fortgeschritten, was die Therapie deutlich erschwert.

Wird der Tumor rechtzeitig entdeckt, können ca. 80 % der Patienten geheilt werden!

Bei negativem MRT-Befund ist eine Stanzbiopsie oft nicht nötig. Wenn eine familiäre Belastung bezüglich Prostatakrebs besteht,  dient die MRT zur Früherkennung. Denn selbst wenn die Prostata nur gering vergrößert und der PSA-Wert nur leicht erhöht ist, kann es auch in seltenen Fällen vorkommen, dass ein bösartiger Prostatatumor vorliegt. In diesen Fällen ist die MRT in der Detektion verdächtiger Herde oftmals sehr hilfreich.

Hierbei wird der Prostatakrebs durch die Verwendung von hochauflösenden, morphologischen Messsequenzen mit extrem dünnen Schichten als auch von Diffusions- und Perfusionsmessungen erkannt.

Die beiden letzteren Techniken dienen zur Darstellung der Zelldichte und der Gefäßversorgung, die beide Indikatoren für einen bösartigen Tumor sind. Die gesamte Prostata wird lückenlos erfasst, zudem können Aussagen über verdächtige Lymphknoten oder eines organüberschreitenden Wachstums getroffen werden.

Prostata-MRT

Ablauf & Wissenswertes

3 Tage vor der Untersuchung

  • keine Sportarten betreiben, die die Prostata reizen könnte und Druck auf sie ausübt, wie z.B. Fahrrad fahren oder reiten

1 Tag vor der Untersuchung

  • am Abend vor der MRT nur leichte Kost (vorzugsweise Gemüsebrühe) und auf ballaststoffreiche, fettreiche und blähende Nahrung wie Obst, Obstsäfte, Kaffee, Milch und Milchprodukte verzichten

Am Tag der Untersuchung

  • leichtes Frühstück; kein Kaffee, Milch und Milchprodukte, Obst oder Obstsäfte
  • Entleerung des Darmes
  • Medikamente wie gewohnt einnehmen

Während der MRT-Untersuchung spritzen wir Ihnen ein Medikament (Buscopan) zur Beruhigung der Darmtätigkeit. Diese Substanz kann zu einer vorübergehenden Sehstörung führen, daher empfehlen wir Ihnen, sich zum vereinbarten Termin bringen und abholen zu lassen.

Sollten Sie an einem grünen Star (Glaukom), Herzrhythmusstörungen oder an einer besonderen Form der Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden, informieren Sie uns bitte rechtzeitig, so dass wir eine alternative Substanz anwenden können.

Bringen sie bitte die PSA-Werte und sonstige Laborwerte sowie – falls vorhanden – Biopsie-Befunde zum Untersuchungstermin mit.

Prostata-MRT

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Prostata-MRT Ihre
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vor Ort

Mit Frau Dr. Obert und Herrn Dr. Keupp erwarten Sie zwei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Prostata-Bildgebung. Beide besitzen die höchste Qualifikationsstufe der mpMR-Prostatographie der deutschen Röntgengesellschaft, das Q2-Zertifikat.

Als eine der wenigen, spezialisierten Zentren bundesweit stellen wir Ihrem Urologen gerne die gewonnenen Daten aus der MRT-Untersuchung für eine gezielte Fusionsbiopsie der Prostata zur Verfügung. Wir arbeiten hier bereits sehr erfolgreich mit der MainUrologie zusammen.

Dr. med.
Michael Keupp
Facharzt für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
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Dr. med.
Alexandra Obert
Fachärztin für Diagnostische Radiologie
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